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Wenn ein Mensch stirbt…

Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er bei seiner Familie und Freunden eine große Lücke. Ein Grab hilft, den Verlustschmerz zu verarbeiten, weil man an diesem Ort dem Verstorbenen immer wieder ganz nah sein kann.

Wenn ein Mensch stirbt, ist die Trauer bei seinen Hinterbliebenen meist sehr groß. In dieser schweren Phase müssen sie dann auch noch wichtige Entscheidungen treffen: Wie soll die Abschiedsfeier aussehen, wie und wo soll der Verstorbene bestattet werden, wie soll die Erinnerung an ihn wach gehalten werden? Oft ist es so, dass man im Leben nicht über den Tod gesprochen hat und nun viele Fragen aufgeworfen werden, auf die meist sehr schnell eine Antwort gefunden werden muss. Viele ältere Menschen betonen noch zu Lebzeiten, dass sie im Tod keine Last mehr für die Anverwandten sein wollen. Damit gemeint ist meist ein Grab, das gepflegt werden muss. Aber gerade das Grab mit einem Grabmal, das Namen, Lebensdaten und persönliche Inschriften trägt, ist der einzige greifbare Ort der Erinnerung. Auch wenn viele Trauernde den Verstorbenen in ihren Herzen tragen, brauchen Sie einen fest definierten Ort, zu dem sie gehen können. Einen Ort auf dem Friedhof, der, abgeschirmt vom Alltag, Ruhe und Kraft gibt, weil man dem Toten noch einmal in Gedanken ganz nah sein kann und sich seiner bewusst erinnert.

Es ist dabei für viele Menschen wichtig, dass dieser Ort schnell und problemlos erreicht werden kann, um regelmäßig den Verstorbenen zu besuchen, ihm vom Leben zu erzählen, sein Grab zu schmücken, um einfach etwas für den geliebten Menschen auch noch im Tod tun zu können. Für viele Hinterbliebene hat daher ein Grab eine wichtige Funktion in der Trauer, denn am Grab auf dem Friedhof sind diese Handlungen des Gedenkens in besonderer Weise möglich. Und nicht zuletzt hilft das Grab, sich langsam und Stück für Stück von dem Verstorbenen zu verabschieden, was in der Kürze der Zeit bis zur Beisetzung oft nicht möglich ist.


Friedhöfe sind meist grüne Oasen mitten im Leben, die Verstorbenen bleiben so ein Teil des Lebens. Foto: BIV Steinmetze

Immer öfter wird aus rationalen Gründen eine Entscheidung gegen ein Grab getroffen. Die Argumente sind dann meist: zu teuer oder pflegeintensiv. Aber das muss nicht sein, denn viele Friedhöfe bieten heute unterschiedliche Grabformen an, die über viele Jahre regelmäßig von Gärtnern gepflegt werden und auf denen ein individuelles Grab mit einem persönlichen Grabmal möglich ist. In solchen „Orten, die gut tun“, Ruhegemeinschaften oder Memoriam-Gärten bleibt die Erinnerung an jeden Menschen ganz individuell lebendig, denn auch persönliche Mitbringsel oder kleinere Handreichungen an der Grabstelle sind möglich. Und das alles für einen fairen Preis. Ein Grab – ob als Einzel- oder Familiengrab oder in einer Ruhegemeinschaft – ist immer „ein Ort, der den Hinterbliebenen gut tut“, ein Ort der Trauer und ein Ort der Erinnerung. Dieser Ort ist nicht nur für die Familie wichtig, sondern auch für Freunde, Bekannte und Kollegen, denen damit eine Möglichkeit gegeben wird, ihrer Erinnerung an den Verstorbenen Ausdruck zu geben. Das Grab ist für die Menschen, mit denen der Verstorbene sein Leben geteilt hat, eine bleibende individuelle Stätte der Erinnerung, ein Ort des Gedenkens. Es gibt dem Andenken an den geliebten Menschen einen Raum und festen Platz.

Eine zentrale Rolle auf dem Grab spielt das Grabmal. Hier setzen sich in letzter Zeit individuell vom Steinmetz gearbeitete Steine aus deutschen oder europäischen Steinbrüchen, gerne auch in Materialkombination, immer mehr durch. Nicht selten entsteht ein solches Grabmal in enger Abstimmung zwischen dem Steinmetz und den Hinterbliebenen. Für sie ist dies auch ein wichtiger Teil der Trauerarbeit, denn hier können persönliche Erinnerungen und Nachrichten im wahrsten Sinne des Wortes für die Ewigkeit „in Stein gemeißelt“ werden. Der Grabstein wird so zum Sprachrohr der Menschen zwischen Leben und Tod sowie zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Symbolkraft des Steins und seiner individuellen Gestaltung gibt vielen Trauernden Halt und wird zum Zeichen ihrer Wertschätzung für den Verstorbenen. Immer öfter werden auch QR-Codes oder Fotos eingearbeitet, über die auch ein bildliches Andenken möglich wird.

Viele weitere Informationen und Anregungen gibt es unter www.natursteinunikat.de.

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Der Memoriam-Garten: Blickfang auf Krefelds Hauptfriedhof

Auf dem Krefelder Hauptfriedhof gibt es seit dem vergangenen Frühling nun mit dem Memoriam-Garten eine weitere Form der Bestattung. Memoriam-Gärten sind bewusst attraktiv gestaltete Gärten, die Teil eines Friedhofs sind.

Darin eingebettet finden sich verschiedene Grabarten. Die Pflege der Gräber für 30 Jahre ist dabei im Preis enthalten und wird von qualifizierten Friedhofsgärtnern übernommen. An diesem friedlichen Ort wird kein Verstorbener anonym beigesetzt, jeder Name findet sich auf einem Gedenkstein: Ein würdiger Ort der Erinnerung und ein Zeichen gegen den Trend zu immer mehr Anonymität auf Friedhöfen.

Damit will die Stadt weiter auf die Wünsche ihrer Bürger eingehen, die inzwischen aus insgesamt 23 Bestattungsarten wählen können. Angehörige und Freunde von Verstorbenen erhalten so ein wunderbares Umfeld für die wichtigen Augenblicke der Trauerarbeit. „Der Memoriam-Garten ist ein heilsamer Ort, der der Seele gut tut“, heißt es im Faltblatt zu dem Garten.


Foto: Memoriam-Garten

Hintergrund: Viele Menschen wünschen sich zwar ein individuell gestaltetes Grab. Sie können oder wollen aber die aufwändige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen, beziehungsweise wollen ihre Hinterbliebenen nicht damit belasten. Der Krefelder Memoriam-Garten, eine liebevoll gärtnerisch-gestaltete Anlage, ist dafür eine weitere Lösung.

Sechs Friedhofsgärtner haben an der Gedenkstätte der Kriegsgräberanlage im neuen Teil des 54 Hektar großen Krefelder Hauptfriedhofs den Garten gestaltet und sich dazu zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zusammengeschlossen. Zweieinhalb Monate dauerten die Arbeiten.  Der Garten ist ein gewachsener Teil des alten Friedhofs. In dem Garten können Menschen – wie die Stadt versichert – „zu fairen Konditionen“ ihre letzte Ruhe finden.

Es handelt sich um die Friedhofsgärtnerei Werner Busch, A+A Blumen Dick, die Blumen Femers GmbH & Co. KG, die Gärtnerei Kronenberg,  die Blumen Stefan Peeters GmbH und die Friedhofsgärtnerei von Holtum Krefeld.

„Mit unseren vielen verschiedenen Angeboten reagieren wir auf den Trend. Früher ließen sich zum Beispiel kaum Menschen in einer Urne bestatten, heute sind es über die Hälfte. Wir sind in Zusammenarbeit mit den Gärtnerbetrieben bemüht, durch die Angebote wie nun zum Beispiel mit dem Memoriam-Garten, die Friedhofskultur aufrecht zu erhalten“, begründet Dezernent Thomas Visser die breite Palette an Bestattungsmöglichkeiten in der Seidenstadt.

Eine Hecke umschließt den Garten, in dem es in den warmen Monaten summt und blüht. Beete fügen sich an, Stelen machen ihn schon von weitem als etwas Besonderes sichtbar. Bereits vorhandene Grabstätten wurden in die Gestaltung des neuen Gedenkgartens einbezogen. Ein Baum spendet Schatten und schützt vor Regen und Schnee. Die Anlage ist bereits ein Blickfang geworden, auch wenn sie gerade erst vor wenigen Monaten entstanden ist. Auch das Medienecho ist groß.

„Wir werden sehr häufig darauf angesprochen“, sagen Stefan Peeters und Torsten von Holtum, die Geschäftsführer der GbR. Integriert in diesen Garten sind Urnen- und Erdbestattungsplätze sowie verschiedene Formen der Bestattung vom Einzelgrab bis zum Partnergrab. Pflege und Gestaltung erfolgt durch die Friedhofsgärtner über einen Dauerpflegevertrag.

Hier sind die auf 30 Jahre angelegte Pflege sowie ein Grabmal mit Beschriftung enthalten. Die Lage der Grabstätte kann vom Angehörigen gemeinsam mit einem Friedhofsgärtner der Memoriam-Garten GbR ausgewählt werden. Es ist außerdem möglich, bereits vor Eintritt eines Todesfalles eine Grabstätte zu erwerben. Für diesen Fall muss jedoch ebenfalls der sogenannte Dauergrabpflegevertrag abgeschlossen werden.

Erstmals wurde ein solcher Garten zur Bundesgartenschau 2009 in Schwerin präsentiert, was für große Aufmerksamkeit sorgte. In ganz Deutschland werden diese „Gedenk-Gärten“ (so die Übersetzung aus dem Lateinischen) mittlerweile mit Erfolg angenommen. In Krefeld misst der Garten großzügige 810 Quadratmeter, die Platz für 20 Erdbestattungen und 200 Urnengrabplätze bieten. Eine Erweiterung ist möglich, wenn die Plätze belegt sind.

Für das Grab entsteht bei einer Sargbestattung die normale Nutzungsrechtsgebühr für ein Tiefengrab. Ein solches kann mit zwei Särgen und einer Urne oder einem Sarg und zwei Urnen belegt werden kann. Die Kosten hierfür betragen 2370 Euro. 

Im Bereich der Urnenbestattungen muss festgelegt werden, wie viele Urnen beigesetzt werden sollen, so dass der entsprechende Grabpreis sich daraus berechnet. Bei drei Urnen, wie in einer normalen Urnenwahlgrabstätte auch, wird der Grabpreis von 1860 Euro fällig, sollen nur ein oder zwei Urnenbeisetzungsplätze benötigt werden, fallen 620 oder 1240 Euro an. Hinzu kommt in allen Fällen noch die städtische Gebühr für die Beisetzung: 965 Euro bei einer Sargbeisetzung oder 309 Euro bei einer Urnenbeisetzung. Es werden mehrere verschiedene Möglichkeiten angeboten, eine oder mehrere erworbene Stellen für Urnenbeisetzungen im Memoriam-Garten pflegen zu lassen.


Foto: Memoriam-Garten

Angeboten werden:?

• Grabstätten im Hochbeet am „Baum der Erinnerung“ als Einzel-Urnengrab (2789,85 Euro für
    Dauergrabpflege für 30 Jahre). Dabei wird der Name des Verstorbenen auf einem Stein in einer
    von Hand aufgeschichteten Umfassungsmauer verewigt.  

• Grabstätten im Urnenband oder -kreis (4931,85 Euro, inklusive 30-jähriger Pflege). Hier wird
    deutlich, dass jeder Menschen einmalig ist, aber auch eine Einheit mit dem anderen bildet. 

• Partnergrabstätten (in Partnerurnen für 8584,80 Euro inklusive der Beschriftung eines gewählten
    Grabmals).

• Erdwahl-Grabstätten: Bei der Erdbestattung im Sarg kostet die 30-jährige Dauergrabpflege
    9894,15 Euro (zuzüglich der individuellen Steinmetz-Leistungen). Käufer können sich eines der
    vorhandenen Grabmäler oder ein ins Gesamtbild Passendes aussuchen. Im Memoriam-Garten
    liegen diese Grabstätten in exponierter Lage.

„Gerade für die Urnen-Grabstätten im Hochbeet am Baum gibt es schon mehrere Nachfragen“, so Peeters. Eine Broschüre zum Memoriam-Garten ist auch schon erschienen und liegt bei den teilnehmenden Friedhofsgärtnern aus.

Die GbR steht für Fragen per Email zur Verfügung

unter service@memoriamgarten-krefeld.de.

Weitere Informationen im Internet unter

www.memoriamgarten-krefeld.de.

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Selbstbestimmt über den Tod hinaus

 Immer mehr Menschen möchten selbst über ihre Grabgestaltung entscheiden

Die Wünsche des Kunden für eine Grabgestaltung können schon beim Abschluss eines Vorsorgevertrages mit dem Friedhofsgärtner besprochen und festgelegt werden.

 

„Die ist neu, da waren die Friedhofsgärtner aber fix“, stellt Elke Wagner fest und deutet auf eine Christrose auf dem Grab vor ihren Füßen. „Vor drei Tagen stand hier noch eine, die aus irgendeinem Grund nicht mehr gut aussah. Deshalb wollte ich heute eigentlich noch in der Friedhofsgärtnerei vorbeischauen, aber das kann ich mir jetzt ja sparen“, meint sie und nickt zufrieden. Ob Regen oder Sonnenschein, die 70-Jährige kommt rund ums Jahr gerne auf den Friedhof, „zweimal die Woche eigentlich immer, schließlich muss ich Klaus doch auf dem Laufenden halten“, meint sie augenzwinkernd.

Fünf Jahre ist es jetzt her, dass ihr Mann überraschend verstarb. Er fehlt, das wird auch ohne viele Worte klar, und doch hat die resolute Dame ihr Leben wieder in die Hand genommen – so wie sie es immer getan hat. „Ich habe drei Kinder großgezogen und ein eigenes kleines Friseurgeschäft geführt, Jammern und Nichtstun liegt mir nicht.“ Rommeénachmittage mit Freundinnen, Aquagymnastik, Kinder- und Enkelbesuche – Langeweile kennt sie nicht. Lediglich ihren geliebten Kleingarten musste sie vor einiger Zeit abgeben; die Knochen wollten nicht mehr so recht „und warum soll ich mich quälen, da mache ich lieber einen schönen Spaziergang durch den Friedhof, das ist ja ohnehin fast wie ein Garten.“

Mit demselben Pragmatismus geht sie auch das Thema Vorsorge an. Die Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung sind längst unterschrieben, und nicht nur das Grab ihres Mannes lässt sie von den Friedhofsgärtnern betreuen, auch für sich selbst will sie demnächst einen Dauergrabpflegevertrag abschließen. „Meine Kinder fanden das erst ein bisschen merkwürdig, schließlich bin ich ja noch putzmunter und hoffe, dass das auch noch ein Weilchen so bleibt. Aber genau deshalb mache ich es ja: Jetzt kann ich mir noch in Ruhe Gedanken machen und bestimmen, wie ich mir mein Grab vorstelle, was auf dem Stein stehen soll, welche Blumen ich gerne darauf hätte und so weiter.“

Im Frühjahr wünscht sie sich zum Beispiel Hornveilchen – und im Winter bloß kein Trockengesteck „bei der Vorstellung käme ich ja jetzt schon auf trübe Gedanken!“ Außerdem, meint Elke Wagner, sei sie Realistin: „Meine Kinder wohnen über die ganze Republik verstreut, die können nicht mal
eben zum Blumengießen herkommen. So wissen sie jetzt, dass mein Grab später einmal so aussehen wird, wie ich es mag, und dass es jederzeit in guten Händen ist. Ich bin zufrieden, sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, und wenn sie doch mal „zu Besuch“ kommen, können sie die Zeit dazu nutzen, um Klaus und mich auf den neusten Stand zu bringen – schließlich weiß ich nicht, ob ich da oben auch alles mitbekomme.“ Sprach sie, blinzelt zufrieden in die Sonne und steuert die Friedhofsgärtnerei an – nach der Christrosensorte fragen: „Die kenne ich noch gar nicht, aber die ist schön, die möchte ich später auch mal haben.“

Dauergrabpflege: Verträge schon zu Lebzeiten abschließen

Wer selbst darüber entscheiden möchte, wie das eigene Grab gestaltet und gepflegt werden soll, kanndies über einen Treuhandvertrag mit einer Dauergrabpflege Einrichtung und einer Friedhofsgärtnerei schon zu Lebzeiten regeln – und natürlich jederzeit noch anpassen oder ergänzen. Ob lediglich die Grabstelle sauber gehalten werden soll, oder zusätzlich beispielsweise der Gießservice oder saisonal wechselnde Bepflanzungen gewünscht
werden: Über den Leistungsumfang und die Vertragslaufzeit entscheidet jeder Auftraggeber ganz individuell.

Weitere Informationen zur Grabpflege und eine qualifizierte Friedhofsgärtnerei in Ihrer Nähe finden Sie im Internet unter www.grabpflege.de

 

Foto: BdF, Bonn