Anzeige

Trauern auch im Internet

Das Internet entwickelt sich kontinuierlich weiter – auch als soziales Medium. Und das nicht nur zur Pflege von Freundschaften und zum täglichen Austausch. Was passiert, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Wie kann man dann seiner Trauer Ausdruck verleihen?

Schon heute sagt mehr als die Hälfte der Deutschen, dass sie gern im Internet trauern möchten. Einen digitalen Abschiedsbrief an Hinterbliebene und Freunde sollen jedoch nur wenige hinterlegen. Und die eigene Bestattung bereits selbst zu Lebzeiten per Internet organisieren? Das will ein Großteil der Befragten nicht. Der eigene Abschied ist immer noch eine sehr persönliche und familiäre Angelegenheit. Hierum sollen sich nach dem Ableben die Angehörigen kümmern.

Jetzt im Kommen: Online-Gedenkseiten

Viele Befragte kennen bereits Seiten im Internet, die an die Toten erinnern und ihrer gedenken. Eine eigene Gedenkseite wollen jedoch bisher nur wenige. Hier ist die herkömmliche Bestattung mit Grabstelle erwünscht – ohne viel weiteren Schnickschnack im Internet. Eigentlich kein Wunder! Jahrhunderte alte Riten ändern sich nicht in kurzer Zeit. Ganz individuell wird es beim QR-Code auf dem Grabstein. Dieser kann mit einem Smartphone eingescannt werden. Der Besucher kommt dann automatisch auf eine Gedenkseite im Internet. Technisch schon machbar – erwünscht noch nicht.

Digitaler Nachlass wird immer wichtiger

Nicht nur Geld, Immobilien und persönliche Wertgegenstände werden heute vererbt. Es gibt auch einen sogenannten „Digitalen Nachlass“. Hierunter versteht man Benutzerkonten und sämtliche Daten im Internet, die einem Verstorbenen gehörten. Auch Daten auf heimischen Rechnern zählen dazu. Besonderes Augenmerk verlangen die sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter, und weitere) und E-Mail Anbieter. Nicht zu vergessen Partnervermittlungen, Online-Shops und Online-Versteigerungsportale, in denen sich Millionen von Usern heute tummeln. Im Todesfall gehen sämtliche Rechte und Pflichten des Verstorbenen auf den Erben über. Geschlossene Verträge laufen erst einmal weiter und müssen im Zweifelsfall bezahlt werden. Für die Erben ist es somit von höchster Wichtigkeit, hier schnell Klarheit zu gewinnen.

 

Wer kümmert sich um den digitalen Nachlass?

 

Rund 14 Prozent der Deutschen haben die Wichtigkeit schon erkannt: Sie haben eine Person im Testament benannt, die sich um die Verwaltung des digitalen Nachlasses kümmern soll. Eine einheitliche gesetzliche Regelung für den digitalen Nachlass wünschen sich viele. Hier besteht offenbar eine große Unsicherheit. Wer möchte schon, dass nach dem Ableben mit seinen Daten Schindluder getrieben wird?

Es gibt Anbieter, die sich um die Daten im Internet kümmern; natürlich gegen Gebühr. Moderne Bestattungsinstitute bieten häufig einen umfassenden Service zum digitalen Nachlass an. Die wachsende Datenflut im Internet schafft neue Geschäftsfelder - auch beim Thema Tod.

Leben endet irgendwann – auch online!

Wenn das Leben endet, soll es auch online enden. Selbst als sogenannter Avatar („virtuelles Ich“) möchten die wenigsten von uns weiter durchs Netz geistern. Deshalb wünschen zwei Drittel der Befragten, dass ihr gesamtes virtuelles Leben im Internet gelöscht wird. Viele geben sogar an, dies selbst vor dem Tod durchführen zu wollen. Das heißt: Alle Daten, Fotos und Accounts löschen. Das kann ganz schön lang dauern und ziemlich aufwändig sein. Denn das Netz vergisst nichts!

Insgesamt kam bei der Online-Studie heraus: Jüngere Menschen sind beim Thema Daten noch locker. In späteren Jahren wünschen sich die Deutschen mehr Sicherheit. Mit zunehmendem Alter werden die Menschen konservativer vorsichtiger im Umgang mit den eigenen Daten im Netz. Wobei „conervare“ ja eigentlich bewahren heißt. Und Daten auf lange Zeit zu bewahren – das kann das Internet wirklich sehr gut.

Plötzlicher Todesfall: Was ist jetzt zu tun?
Der plötzliche Tod eines Familienangehörigen oder eines guten Freundes hinterlässt tiefe Trauer und Fassungslosigkeit bei den Hinterbliebenen. Gerade in dieser emotionalen Ausnahmesituation.... mehr
Die Überführung
Wenn ein verstorbener Angehöriger überführt werden muss, wird Ihr Bestatter die Überführung vornehmen. mehr
Der Sonderurlaub im Todesfall
Wenn ein Angehöriger stirbt, können Sie unter bestimmten Umständen Sonderurlaub beantragen. mehr
Den Bestatter beauftragen
Heutzutage haben Sie die Möglichkeit, sich den Bestatter individuell und gebietsunabhängig zu suchen. mehr
Die Obduktion
Durch eine Obduktion soll die Todesursache eines Verstorbenen eindeutig geklärt werden. mehr
Der Totenschein
Der Totenschein ist eine offizielle Urkunde. Sie wird von einem Arzt ausgestellt und dokumentiert den Tod einer Person. mehr
Die Sterbeurkunde
Die Sterbeurkunde ist eine amtliche Urkunde, die den Tod eines Menschen bestätigt. Als Hinterbliebene sind Sie verpflichtet, sie zu beantragen. mehr