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Fünf Wahrheiten über Vorsorge, Pflege und den Trauerfall

1. Den Nächsten entlasten

Generationenverantwortung – ein Begriff, der viele Assoziationen zulässt. Knapp die Hälfte alle Deutschen verknüpft hiermit die Absicherung der Zukunft, wie die eigene Altersvorsorge oder Rente, sowie die Verantwortung der Generationen untereinander.

2. Ehrenamtlich tätig sein

Die Möglichkeiten, sich für andere Menschen einzusetzen und damit ein Stück Generationenverantwortung zu übernehmen, sind vielfältig. 93 Prozent – und damit ein Großteil der Bundesbürger – kümmern sich um pflegebedürftige Menschen oder um benachteiligte Gruppen oder Kinder.

3. Trost spenden

Der konkrete Trauerfall ist im Alltag der Menschen heutzutage allgegenwärtig. So haben schon 64 Prozent der Bundesbürger einen Angehörigen oder Freund in der Zeit des Abschieds begleitet und unterstützt, 12 Prozent sind in der Hospizarbeit tätig.

4. Hilfsbedürftigkeit ansprechen

Den Alltag nicht mehr bewältigen zu können und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein – diese Vorstellung bewegt immer mehr Menschen. 46 Prozent haben sich schon häufig mit dem Gedanken der eigenen Pflegebedürftigkeit befasst. Auffällig ist: Frauen (53 Prozent) setzen sich deutlich häufiger als Männer (40 Prozent) mit dieser Sorge auseinander.

5. Der Familie helfen

Wer ist im Pflegefall gefordert: Familie oder Staat? Über 70 Prozent der Bürger sieht bei dieser Frage die Familie in der Pflicht, nur 23 Prozent den Staat. Während von den über 60-Jährigen 88 Prozent der Meinung sind, die Familie müsse sich um den zu pflegenden Angehörigen kümmern, sind es bei den unter 30-Jährigen mit 59 Prozent deutlich weniger.

 

Foto: goodluz/fotolia.com/Monuta Versicherung/akz-o

Die ersten Schritte im Todesfall

Rainer Sturm - pixelio.de

Erste Schritte im Todesfall

Ein familiärer Todesfall bedeutet immer einen tiefen Einschnitt im Leben. Die Trauer ist groß, und Handeln fällt schwer. Dennoch sind zeitnah einige Formalitäten zu erledigen, die davon abhängig sind, ob Ihr Angehöriger zu Hause oder im Krankenhaus, einem Pflegeheim oder einer ähnlichen Einrichtung verstorben ist.

Ein Todesfall in der Familie

Sollte Ihr Angehöriger zuhause versterben, ist es wichtig, dass Sie neben weiteren Angehörigen diese Stellen informieren:

  • Benachrichtigen Sie umgehend Ihren Hausarzt. Er stellt den Totenschein aus, der den Todesfall dokumentiert. Kann er eine natürliche Todesursache feststellen, so wird der Totenschein sofort ausgestellt, ist die Todesursache nicht natürlich oder unklar, wird er die zuständigen Behörden benachrichtigen. Wenn Sie selbst erkennen können, dass die Todesursache nicht natürlich ist (eindeutiger Selbstmord, ein kriminelles Delikt), so informieren Sie zusätzlich die Polizei.
  • Setzen Sie sich mit einem Bestattungsinstitut Ihrer Wahl in Verbindung und melden Sie den Todesfall. Im Idealfall haben Sie bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit einem von Ihnen ausgesuchten Bestattungsunternehmen persönlichen Kontakt aufgenommen. In der BRD kann der Tote je nach Bundesland nur gewisse Zeit in einem Privathaushalt verbleiben, danach muss er von einem Bestattungsunternehmen hygienisch versorgt werden.
  • Wer sich der Kirche verbunden fühlt oder weiß, dass dies bei dem verstorbenen Angehörigen der Fall war, kann bei einem Todesfall den zuständigen Pfarrer kontaktieren. Ist der Tod eines Angehörigen noch nicht eingetreten, aber absehbar, so kann der Priester auch die Krankensalbung durchführen.

In unserem Downloadbereich finden Sie eine kostenlose Checkliste, in der wir Ihnen die ersten wichtigen Schritte nach einem Todesfall aufgelistet haben.

Abschied nehmen bei einem Todesfall in der Familie

Überstürzen Sie nichts und nutzen Sie die Zeit nach dem Arztbesuch bis zum Eintreffen des Bestattungsunternehmens als intensive und wichtige Phase des Abschiednehmens. Früher war es üblich, sich drei Tage von einem Verstorbenen zu verabschieden – ein bedeutendes Ritual, für das der Gesetzgeber heute je nach Bundesland maximal 48 Stunden gewährt. Allerdings kann beim Ordnungsamt ein Antrag gestellt werden, die Aufbahrungsfrist zu Hause zu verlängern – dies ist bis maximal 96 Stunden möglich. Dann wird der Verstorbene in das Beerdigungsinstitut gebracht, wo der Bestatter ihn für die Trauerfeierlichkeiten vorbereitet. Der Bestatter kann den Verstorbenen ebenfalls aufbahren. So haben Sie die Möglichkeit, sich noch einmal zu verabschieden. Ob eine solche Aufbahrung möglich ist, hängt von Ihrem Bestatter ab.

Familiärer Todesfall im Krankenhaus

Tritt der Todesfall im Krankenhaus oder auch in einem Senioren- oder Pflegeheim ein, übernimmt die Institution die Benachrichtigung eines Arztes, der die Todesbescheinigung, auch Totenschein genannt, ausstellt. Auch dann können Sie als Angehöriger das Bestattungsinstitut auswählen beziehungsweise dem Wunsch des Verstorbenen entsprechen, sollte dieser sich für ein bestimmtes Bestattungsunternehmen ausgesprochen haben.

Todesfall in der Familie offiziell melden

Spätestens am nächsten Werktag sollten Sie den Todesfall durch Vorlage der Todesbescheinigung bei dem Standesamt melden, in dessen Bezirk Ihr Angehöriger verstorben ist. Gleichzeitig beantragen Sie die Sterbeurkunde. Sind Sie nach einem Todesfall im Besitz eines Testaments des Verstorbenen, sind Sie verpflichtet, dies unverzüglich beim Nachlassgericht am Wohnort des Verstorbenen abzugeben.