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Fehler bei Beerdigung und Trauer vermeiden


Das Tor zwischen den Welten.

Die Deutsche Friedhofsgesellschaft wünscht sich einen offeneren Blick auf das Thema Tod. „Natürlich sehen auch wir die gesellschaftliche Realität, dass in der heutigen Zeit die Themen Sterben und Tod weit weggeschoben werden“, so Judith Könsgen von der Deutschen Friedhofsgesellschaft. „Allerdings sind wir tagtäglich auch mit viel Leid konfrontiert, dass vermeidbar gewesen wäre, hätte man sich im Familien- und Freundeskreis einfach einmal ein wenig ausgetauscht“.

Deshalb hat die Deutsche Friedhofsgesellschaft nun fünf Tipps veröffentlicht, die es Menschen und Angehörigen leichter machen soll, mit dem Thema
Beisetzung und Trauer umzugehen:

1. Die eigene Beerdigung oder Trauerfeier nie im Testament regeln. Die Aufnahme im Testament macht wenig Sinn, denn das Testament wird meist erst viele Wochen nach der Beisetzung eröffnet.

2. Sich aus der Vielfalt von Vorsorgeangeboten die passende heraussuchen und so abschließen, dass sie – bei zum Beispiel Altersarmut – vor dem Zugriff des Sozialamtes geschützt ist.

3. Einen auffälligen Ordner oder Umschlag mit Wünschen zur Beisetzung bei einer Vertrauensperson hinterlegen. Sollte man keine besonderen Wünsche haben, kann es den Angehörigen helfen, wenn man auch dies aufschreibt.

4. Als Angehöriger bei der Beisetzung dabei sein, dies hilft beim Trauerprozess. Fragen Sie vorher beim Bestatter oder Friedhof nach. Auch bei „anonymen“ Beisetzungen sollte man anwesend sein dürfen. „Anonym“ heißt lediglich Grab ohne Bezeichnung.

5. Zeit für eigene Trauer geben. Ein Trauerbuch – geführt wie ein Tagebuch – kann helfen, die Endgültigkeit des Abschieds zu akzeptieren. In vielen Städten gibt es zudem Trauer-Selbsthilfegruppen.

„Wenn man diese fünf Hinweise beherzigt, kann man viel Leid und Ärger vermeiden“, so Könsgen. Schließlich sei der Tod eine der wenigen Konstanten in unserer sich so schnell wandelnden Gesellschaft.